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Lebensmittel fermentieren: Kimchi, Sauerkraut und Co. einfach selber machen

    11.12.2025

    5 min

Fermentierte Lebensmittel feiern ein Comeback: Die Methode ist seit langer Zeit bekannt und erlebt derzeit ein Revival. 

 

Durch die Aktivität von Mikroorganismen entstehen nicht nur intensive Aromen, sondern auch gesunde Inhaltsstoffe, die das Immunsystem stärken und die Haltbarkeit verlängern. 

Das Wichtigste in Kürze

    Fermentiertes Gemüse gilt als besonders gesund.

    Beim Fermentieren wandeln Mikroorganismen Zucker in Säuren, Gase und Alkohol um.

    Der Prozess verändert den pH-Wert der Lebensmittel und macht sie haltbarer.

    Zahlreiche Lebensmittel lassen sich fermentieren, darunter Milchprodukte und viele Obst- und Gemüsesorten.

Lebensmittel fermentieren – die gesunde Konservierung

Lebensmittel länger haltbar und bekömmlicher machen: Das kann ganz einfach funktionieren. Beim Fermentieren machen sich winzige Organismen ans Werk. Sie verändern die Speisen derart, dass sich Bakterien kaum noch vermehren. Das beeinflusst den Geschmack: Aromen intensivieren sich, Speisen schmecken herzhafter und säuerlicher. Zugleich wirken sich die in den fermentierten Lebensmitteln enthaltenen Mikroorganismen positiv auf das Verdauungssystem aus. 

    Wenn Mikroorganismen sich ans Werk machen …

    Bei einer Fermentierung machen sich Mikroorganismen über den in den Speisen vorhandenen Sauerstoff her. Ist der verbraucht, wandeln sie Kohlenhydrate um: Aus Stärke entstehen Alkohole, Gase und organische Säuren wie Milchsäure und Kohlensäure. 

    Das wiederum senkt den pH-Wert. Der Effekt: Obst, Gemüse, Milchprodukte und Co. werden saurer, aromatischer und haltbarer. 

     

    Gut zu wissen: Die Milchsäuregärung ist eine Form der Fermentation, bei der Bakterien Zucker in Milchsäure umwandeln. Unter anderem geschieht das bei der Herstellung von Joghurt, Sauerkraut und Kimchi

      Deshalb sind fermentierte Lebensmittel gesund

      Bei der Fermentation entstehen durch die Aktivität der Mikroorganismen Substanzen, die Ihrem Körper guttun:  

       

      • Enzyme 

       

      • die Vitamine A, B12 sowie C 

       

      • Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Folsäure 

       

      Die Mikroorganismen selbst bleiben in den fermentierten Lebensmitteln enthalten und deren Verzehr fördert ein gesundes Darmmikrobiom. Gleichzeitig erzeugen etwa Milch- und Essigsäuren im Darm ein saures Umfeld, in dem sich schädliche Keime alles andere als wohlfühlen. So können fermentierte Speisen das Immunsystem stärken

        Das brauchen Sie zum Fermentieren

        Lebensmittel selbst zu fermentieren, gelingt mit überschaubarem Equipment: 

        • Zutaten nach Wunsch 

         

        • Einweckgläser mit Bügelverschluss oder Twist-off-Deckel 

         

        • frisches Leitungswasser 

         

        • Salz 

         

        Tipp: Möchten Sie das ohnehin intensive Aroma fermentierter Lebensmittel veredeln, fügen Sie Kräuter und Gewürze hinzu, wie etwa Rosmarin, Thymian oder Senfkörner. 

          Lebensmittel fermentieren: Eine Anleitung für den Prozess

          Wenige Handgriffe und schon sind Ihre Lebensmittel bereit für den Fermentationsprozess. 

           

          Wichtig: Ob aus dem eigenen Garten oder aus dem Supermarkt: Verwenden Sie stets saubere, frische Zutaten. 

           

          So geht’s: 

           

          • Waschen Sie die Zutaten gründlich und schneiden Sie diese klein. 

           

          • Wiegen Sie die Lebensmittel vor der Fermentation und multiplizieren Sie das Gewicht mit dem Faktor 0,02. So ermitteln Sie die ideale Salzmenge. 

           

          • Mischen Sie die Lebensmittel mit dem Salz. Alternativ setzen Sie eine Salzlake an. 

           

          • Geben Sie, wenn gewünscht, zusätzliche Gewürze oder Kräuter hinzu. 

           

          • Füllen Sie das gesalzene Gemüse in sterilisierte Glas-Behälter. 

           

          Wichtig: Die Lebensmittel sollten im Glas vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein und sich so verschließen lassen, dass keine Luft an den Inhalt gelangt. 

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            Sicher fermentieren

            Viele schädliche Bakterien haben im sauren Milieu ohnehin keine Chance. Um das Risiko verdorbener Lebensmittel zu senken, sollten Sie alle Zutaten gründlich waschen. Verdirbt der Inhalt in den Behältern, merken Sie das in der Regel schnell an einem unangenehmen Geruch, unter Umständen bildet sich auch Schimmel

              FAQ Lebensmittel fermentieren

              Beim Fermentieren werden Lebensmittel mithilfe von Mikroorganismen gezielt umgewandelt: Es entstehen Säuren, Gase und Alkohol, die das Aroma verändern, die Haltbarkeit verlängern und den Effekt auf Ihre Gesundheit verbessern. 

              Obst und Gemüse säubern, zerkleinern, in Wasser und Salz einlegen und luftdicht aufbewahren: So funktioniert im Wesentlichen die Fermentierung von Lebensmitteln. 

              Neben den meisten Obst- und Gemüsesorten eignen sich Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch sowie Getränke. 

              Zum Fermentieren geeignete Lebensmittel sollten Zucker bzw. Stärke enthalten, da dies für den Prozess benötigt wird. Im Allgemeinen eignen sich feste Konsistenzen, wie Kohl oder Karotten, besser als weiche Lebensmittel. Achten Sie außerdem darauf, frische Zutaten zu verwenden. 

              Zum Fermentieren benötigen Sie fest verschließbare Gläser, Wasser und Salz. Für die Geschmacksveredelung lassen sich Kräuter und Gewürze hinzugeben. 

              Während der Fermentation zersetzen Mikroorganismen Zucker und produzieren dabei Säuren, Gase sowie Alkohol. 

              Korrekt gelagert, bleibt fermentierte Gemüse im Allgemeinen zwischen rund sechs Monaten und einem Jahr haltbar. Bestimmte Produkte wie Sauerkraut und Kimchi können bis zu zwei Jahren gelagert werden. 

              Der gesamte Prozess der Fermentation dauert in der Regel drei bis vier Wochen. 

              Fermentierte Lebensmittel versorgen den Körper mit wohltuenden Vitaminen und Mineralstoffen. Lebende Mikroorganismen stärken das Darmmikrobiom und fördern das Wachstum gesunder Bakterien im Darm. 

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