Vintageküchen fürs Familien-Kollektiv im ehemaligen Marinekrankenhaus

Vintageküchen fürs Familien-Kollektiv im ehemaligen Marinekrankenhaus

Skandinavier verstehen sich auf gutes Design, und der Eigentümer dieses historischen Gebäudes in Kopenhagen ganz besonders: Lennart Lajboschitz ist der Gründer der weltweit erfolgreichen dänischen Einzelhandelskette „Flying Tiger“, die witzige und individuell designte Alltagsgegenstände zu bezahlbaren Preisen verkauft. Beim Umbau des 250 Jahre alten früheren Marinehospitals in Büros, ein Hotel und Wohnungen für sich und 30 weitere Familienmitglieder bewies der Unternehmer sein Gespür für Stil.

 

Die imposante Barockfassade des Søkvæsthuset, wie der malerisch am Kopenhagener Altstadtkanal gelegene Bau genannt wird, könnte genauso gut zu einem Stadtschloss des dänischen Königshauses gehören. Doch weit gefehlt: Der Gebäudekomplex im Stadtviertel Christianshavn wurde 1754 bis 1755 als königliches Waisenhaus für Jungen erbaut, die in erster Linie zu Matrosen ausgebildet wurden. Später nutzte man es als Marinekrankenhaus und in einem Teil des Bauwerks befand sich bis zum Jahr 2016 ein Marinemuseum, bevor Flying-Tiger-Gründer Lennart Lajboschitz das repräsentative Gebäude in seiner Heimatstadt kaufte.

 

Eine alternative Art des Wohnens

Die Vision des rührigen Unternehmers für die neu erworbene Immobilie: im Selbstversuch eine alternative Art des Wohnens im Kollektiv auszuprobieren. Entsprechend ließ er das Gebäude drei Jahre lang umbauen. Zehn Privatwohnungen entstanden, in denen Lajboschitz heute gemeinsam mit seiner Frau, seinen vier erwachsenen Kindern und deren Familien, weiteren Verwandten sowie guten Freunden in einer ungewöhnlich großen Wohngemeinschaft lebt. Zusätzlich gibt es in dem Gebäude noch 28 Hotelappartements und Büros, die zur Miete angeboten werden.

 

Back to the Sixties

Schon beim ersten Blick in die Wohnungen und Hotelappartements zeigt sich: Das Interieur ist Welten vom Mainstream des heutigen dänischen Designs entfernt. Vielmehr fühlt man sich, als hätte man gerade einen Zeitsprung in die 1960er Jahre hinter sich. Das ist so gewollt. Gebrauchte, restaurierte Möbel sowie Besteck, Geschirr und Keramik aus der Zeit erzeugen eine einzigartige Vintage-Atmosphäre, die erstaunlich gut zur noch weit älteren Architektur passt. Das Design zollt der Vergangenheit Respekt.

Innenarchitekturbüro: Individuelt Design Anne Nexøe Larsen, www.an-l.dk

BORA Professional 2.0 in den Privatwohnungen, BORA Basic in den Hotelappartements

Photos: Kanalhuset CPH & Thomas Ronn

Photo credit: Kanalhuset CPH

Retro (Küchen-) Design

Insbesondere bei den Küchen fällt die Reminiszenz an die Sixties sofort ins Auge: Sie sind geprägt von klaren Linien und einer funktionalen Einrichtung gepaart mit kräftigen Farben. Retro Küchen im wahrsten Sinn des Wortes. Modern sind einzig die Kochfeldabzugssysteme von BORA. Sie fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Architektin Anne Nexøe Larsen, die sich selbst als bekennenden BORA-Fan bezeichnet, hatte sich für die ungewöhnliche Lösung eingesetzt. Mit Erfolg: Die Baubehörden genehmigten ausnahmsweise den Einbau der Kochfelder mit den Abzügen nach unten und als Umluftlösung in dem geschützten historischen Umfeld. Jede Küche ist übrigens anders gestaltet – echte Unikate eben, wie es sich in einem einzigartigen Bauwerk wie dem Søkvæsthuset gehört.

Photo credit: Kanalhuset CPH

BORA INSIDE

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