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Offenes Wohnen im Lebensraum Küche.

In Küchen von heute wird gegessen, gelesen, gespielt, im Internet gesurft, gearbeitet, sich unterhalten und gefeiert. Ach ja, und gekocht wird natürlich auch. Kurz: Die Küche wird zum Lebensraum. Wie das geht? Mit den richtigen Möbeln und Geräten.

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Ist das noch die Küche oder schon das Wohnzimmer? Diese Frage schießt einem beim Anblick vieler neu geplanter Kochtempel durch den Kopf. Denn heutzutage verschmelzen Küchen immer häufiger mit dem sie umgebenden Wohnbereich. Und das nicht nur in Architektenplänen, Hochglanz-Wohnprospekten oder Immobilienmagazinen, sondern auch tatsächlich in neugestalteten Häusern und Wohnungen. Trennende Wände? Fehlanzeige.

 

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Wie Trendforscher und Interieur-Experten nicht müde werden zu betonen, ist dieses Ineinanderübergehen der verschiedenen Wohnzonen ein Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels. Weil immer mehr Menschen allein leben und außer über digitale Medien nur wenig Kontakt zu ihren Mitmenschen haben, wächst zum Beispiel die Zahl derer, die sich einsam fühlen und daher nach alternativen Wohnsituationen in Gemeinschaft mit anderen suchen. Als Gegentrend zum wachsenden Individualismus wünschen wir uns also einen heimeligen Rückzugsort, an dem wir mit Familie und Freunden Gemeinsamkeit erleben können, an dem wir Sicherheit und Geborgenheit finden. Häufig wird dieser Wohntrend auch mit dem dänischen Hygge umschrieben, was auf Deutsch so viel heißt wie „Gemütlichkeit“. Die Folge: Die Küche wandert ins Zentrum des Wohnens. Sie wird zum ultimativen Lebensraum, in dem man sich trifft.

 

Zugegeben, ganz neu ist diese Entwicklung nicht, lässt sie sich doch schon seit einigen Jahren beobachten.

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Zugegeben, ganz neu ist diese Entwicklung nicht, lässt sie sich doch schon seit einigen Jahren beobachten. Und Hygge ist auch nicht erst seit gestern da. Ins Auge fällt allerdings, mit welcher Konsequenz sich die Küche heute oft mit dem Wohnraum vereint. Das geht so weit, dass man sie tatsächlich nicht mehr als solche erkennt. Küchenmöbel könnten genauso gut als Garderobe im Eingangsbereich stehen und der Küchentresen mit Kochfeld ist eigentlich der Esstisch. Die klassische Küchenzeile wird abgelöst durch modular aufgebaute Einzelmöbel, die zum Teil sogar mitten im Raum stehen. Auf dem Regal neben den Kochbüchern macht sich die Krimisammlung breit und die Lehne des Sofas beherbergt im Innern die Kochtöpfe.

 

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Küchengeräte wie Kühlschrank, Backofen oder sogar der Kaffeevollautomat verschwinden hinter grifflosen Schranktüren, die wie Wandverkleidungen aussehen. Weil sie zudem flüsterleise arbeiten, nimmt man sie selbst im eingeschalteten Zustand fast nicht wahr. Nichts stört die Sinne, weder eine Dunstabzugshaube das Auge noch unangenehme Brat- und Kochgerüche die Nase oder laute Motorengeräusche das Ohr. Unsere Kochfeldabzugssysteme lassen sich perfekt in ein solch verändertes Anforderungsprofil einer Küche integrieren und in eine Wohnküche unaufdringlich einbetten. Erst durch solche modernen Küchengeräte, die sich nahezu unsichtbar machen können, kann die Küche tatsächlich eins mit dem Wohnzimmer und zum Gesamtwohnkonzept werden.

 

Dass sich die „Living Kitchen“ allmählich durchsetzt, ist aber nicht zuletzt auch auf die Urbanisierung zurückzuführen

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Dass sich die „Living Kitchen“ allmählich durchsetzt, ist aber nicht zuletzt auch auf die Urbanisierung zurückzuführen. Immer mehr Menschen leben in Städten, in denen Wohnraum knapp und teuer ist. Wenn die Küche multifunktional genutzt werden kann, spart das wertvollen Platz. Darüber hinaus wirkt offenes Wohnen großzügig. Die Wohnung kann damit getrost etwas kleiner ausfallen. Und die modernen „Wohnküchen-Unikate“ können auch hilfreich sein: Hinter den Fronten verschwindet Unansehnliches im Nu, sodass es immer schön aufgeräumt aussieht – vor allem wenn man den Credos moderner Aufräum-Coaches wie der Japanerin Marie Kondo folgt, und in einer Welt des Überflusses sein Hab und Gut auf das Wesentliche beschränkt.

 

Bildergalerie

Bild 1 & 2: 

Interior Design Studio: olina Küchen Wels

 

Bild 3 & 4: 

Interior Design Studio: Celtic Interiors

Fotos: Niamh Whitty

 

Bild 5 & 6: 

Interior Design Studio: Flatwhite

Fotos: Dousek-Zaborsky

 

Bild 7: 

Interior Design Studio: Sylvain Liegeois

Fotos: Fabian Rouwette

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